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Die neue Superintendentin Heike Burkert im Interview

 

 

 

 

 

 

 Heike Burkert,

48 Jahre,

verheiratet, zwei Kinder

und Hund Don

Sie haben nun die ersten Tage Ihres Dienstes hinter sich. Was hat Sie in Ihren ersten Arbeitstagen überrascht?

Das Wort überrascht trifft es vielleicht nicht ganz, aber ich habe eine Ahnung davon bekommen, wie viele Kilometer ich in Zukunft fahren werde.

Gefreut habe ich mich über erste freundliche und offene Gespräche und eine gute Atmosphäre bei den ersten Sitzungen, an denen ich teilgenommen habe.

Überrascht hat meinen Mann und mich allerdings doch etwas: ein kräftiger Regenschauer auf dem Beverstedter Pferdemarkt.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Zuerst auf das Kennenlernen und Entdecken. Beim Einzug habe ich ein kleines Schatzkästchen geschenkt bekommen. Ich bin gespannt, welche Schätze es in den Kirchenkreisen gibt. Die Vielfalt der Gemeinden, die unterschiedlichen Stärken der Mitarbeitenden -  darauf bin ich neugierig. Ich freue mich darauf, mit haupt,- neben- und ehrenamtlich Tätigen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam die Zukunft der Kirchenkreise zu planen.

Welchen Bereich Ihrer bisherigen Arbeit werden Sie am meisten vermissen?

Da bin ich mir noch nicht so sicher. Jetzt zum Schulanfang war es merkwürdig, keinen Konfirmandenunterricht vorzubereiten. Auch wenn "meine Horde" oft recht lebhaft war, fehlen sie mir doch.  Im Moment ist alles so neu und interessant, dass ich vermutlich erst nach und nach merke, wie sehr sich meine Aufgaben verändert haben.

Mit welchen drei Eigenschaften würden Freunde Sie beschreiben?

Die Kurzform: Fürsorglich, gründlich (manchmal zu genau), kommunikativ.

Freunde würden es allerdings eher mit Tätigkeiten beschreiben: sie denkt mit, sie kann mit den unterschiedlichsten Menschen gut auskommen, sie kann andere motivieren (und manchmal wird sie ungeduldig).

Was tun Sie gern in Ihrer Freizeit?

Zur Zeit beginnt  der Tag gegen 6.30 Uhr mit einer Runde mit unserem Hund. Das ist ein guter Start! Hoffentlich kommen auch immer wieder Spaziergänge am Deich dazu! Außerdem möchte ich weiter Harfe spielen lernen. Ich lese gerne und genieße Hörbücher (wenn die Augen abends schon müde werden, aber der Kopf noch wach ist). Sicher werden auch Telefonate zahlreicher, denn die Familie und der Freundeskreis sind weiter entfernt.

 

Die Fragen stellte Martin Krarup (stellv.Superintendent KK-Wesermünde-Süd)

Falls Sie etwas mehr über mich wissen, als in dem kurzen Interview zu lesen ist, sind hier ein paar Informationen zu meinem Lebenslauf. Geboren wurde ich in Sarstedt, habe aber die längste Zeit der Kindheit und der Jugend in Lehrte gelebt. Dort wurde ich konfirmiert und war in der Markus Kirchengemeinde aktiv. Das Theologiestudium habe ich in Kiel und Hamburg absolviert – im Norden habe ich mich schon damals wohlgefühlt. Nach dem ersten Examen begann eine knapp zweijährige Wartezeit auf einen Vikariatsplatz. In dieser Zeit haben mein Mann und ich geheiratet, ich hatte eine Stelle als Bibliotheksangestellte und unsere Tochter Johanna kam zur Welt. Nach dem Gemeindevikariat in Nähe von Hannover folgte ein Jahr im Sondervikariat in der Blinden- und Taubblindenseelsorge. In dieser Zeit wurde unser Sohn Simon geboren. Erste Gemeindeerfahrungen als Pastorin sammelte ich in der Domgemeinde in Verden. Die längste Zeit verbrachten wir dann allerdings in Suderburg, wo ich 13 Jahre lang als Gemeindepastorin tätig war und mich auf Kirchenkreisebene engagiert habe. In der Gemeinde hat mir besonders die Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlich engagierten Menschen Freude gemacht. Neben der „normalen“ Arbeit in der Gemeinde, haben wir zusammen Bibel- und Glaubenskurse gestaltet und Erfahrungen mit neuen Gottesdienstformen gesammelt. In den letzten Jahren ist das Thema „Spiritualität“ stärker in den Blick gekommen. Besondere Andachten in der Passions- und Adventszeit hatten die Themen Stille und Gebet als Schwerpunkte. In meiner Freizeit lese ich gerne, gehe mit dem Hund raus, hoffe auf Spaziergänge am Deich und lerne Harfe spielen.

 

Heike Burkert

INFO:

Am Samstag, den 27. August um 15 Uhr wurde Pastorin Heike Burkert in der St. Jakobi-Kirche in Bederkesa in ihr Amt als Superintendentin der beiden Kirchenkreise Wesermünde-Nord und -Süd eingeführt. Die Verantwortlichen beider Kirchenkreise, die zum 1.1.2013 fusionieren werden, freuen sich, dass damit die Zeit der Vakanzen zu Ende geht. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch Bläser aus Wesermünde-Süd sowie den Kirchenchor in Bederkesa. 
Bevor es nach dem Gottesdienst einen gemütlicheren Teil gab, stand Landessuperintendent Dr. Hans-Christian Brandy, der die Einführung leitete, vor der undankbaren Aufgabe, die komplizierten rechtlichen Aspekte zu erläutern: Da beide Kirchenkreise bis Ende nächsten Jahres selbständig sind, wird Sup. Burkert zunächst in das Amt in WEM-S und mit der Versehung des Nachbarkreises beauftragt.