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Wenn
ein kleines Kind getauft wird, entscheiden darüber die Eltern, Patinnen und
Paten. Der Konfirmationsunterricht gibt Heranwachsenden Gelegenheit, sich mit dieser Entscheidung selbst auseinander
zu setzen. Über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren
lernen sie die Grundzüge des christlichen Glaubens und ihre
Gemeinde (besser) kennen. Dazu gehört auch das Nachdenken darüber, was es
bedeuten kann, als Christ oder Christin zu leben. Eine nicht immer einfache Aufgabe!
Denn
viele Jugendliche sind zwar durchaus interessiert an Fragen der Religion
und des Glaubens. Doch sie finden - wie die meisten Erwachsenen - nur schwer
Worte, ihre religiösen Überzeugungen angemessen auszudrücken. Offen über den
eigenen Glauben oder Un-Glauben zu sprechen, haben wir eigentlich schon fast
verlernt. Gerade deswegen kann der Konfirmationsunterricht eine sehr intensive und wertvolle Zeit auf
dem Weg zum Erwachsenwerden sein.
Den Abschluss des Konfirmationsunterrichtes bildet die Konfirmation, ein
festlicher Gottesdienst, der alljährlich zu den Höhepunkten des Gemeindelebens
zählt.. Die meisten Konfirmandinnen und Konfirmanden lassen sich am
Ende ihrer gemeinsamen Zeit konfirmieren und sagen damit "Ja" zu ihrer Taufe.
Sie möchten mehr über die Konfirmation wissen? Sie überlegen, Ihr Kind
zum Unterricht anzumelden? Wir haben viele
praktische Hinweise und allerlei Wissenswertes für Sie
zusammengestellt.
FRAGEN
ZUR KONFIRMATION:
Wir sind nicht in der Kirche. Kann unser Kind konfirmiert werden?
Ja, die Konfirmation ist möglich. Wir
erwarten aber, dass die Eltern sich an den Kosten des
Unterrichtes beteiligen.
Ist der Unterricht in einem anderen Pfarrbezirk möglich?
Zunächst einmal sollten Sie davon ausgehen, dass Ihr Kind in Ihrer Gemeinde
oder Ihrem
Pfarrbezirk zur Konfirmandenstunde geht. Dies bietet sich an, weil Freundinnen
und Klassenkameraden dort sind, und so die Vertrautheit am größten ist. Wenn
Sie aber gute Gründe dafür haben, Ihr Kind in einen anderen Pfarrbezirk oder
eine andere Gemeinde zu schicken, so fragen Sie bitte den dann zuständigen
Pastor oder die Pastorin!
Mein Kind ist nicht getauft. Kann es konfirmiert werden?
Ihr Kind kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Konfirmation ist die
Bestätigung der Taufe. Wenn das Kind nicht getauft ist, so wird das Kind in der
Regel am Ende des Konfirmandenunterrichts getauft. Eine Bestätigung der Taufe,
also die Konfirmation, ist dann nicht mehr notwendig, da das Kind ja schon
selber Ja zu der Taufe gesagt hat. In der Praxis feiert das Kind mit den anderen
Konfirmanden trotzdem die Konfirmation.
Welche Rechte erhält man durch die Konfirmation?
Mit der Konfirmation wird u. a. das Recht zugesprochen, in allen evangelischen
Gemeinden am Abendmahl teilzunehmen, Pate zu werden, eine Nottaufe vorzunehmen
und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen (aktiv ab dem 16.
Lebensjahr, passiv ab dem 18. Lebensjahr) oder in
kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden. Wenn jemand als Erwachsener getauft
wird, so kommen Taufgespräche über den Glauben dem Konfirmandenunterricht gleich.
Endet das Patenamt mit der Konfirmation?
Offiziell enden die Aufgaben der Paten mit der Konfirmation, weil der oder die
Jugendliche dann religionsmündig ist. Aber es ist schön, wenn die guten
Kontakte zwischen Paten und Patenkind ein Leben lang bestehen bleiben!
Konfirmation als Erwachsener
Für die Konfirmation gibt es
keine Altersbegrenzung. Voraussetzung ist, dass Sie getauft sind. Zur
Vorbereitung auf die Konfirmation, wo Sie im Gottesdienst zusammen mit der
versammelten Gemeinde gemeinsam den christlichen Glauben öffentlich bekennen,
sind Gespräche über den Inhalt des christlichen Glaubens nötig. Wie das im
Einzelnen aussieht, erfragen Sie bitte bei Ihrer Pastorin bzw. Ihrem Pastor.
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