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B E E R D I G U N G :

 Die Kunst des Loslassens begleitet uns ein Leben lang. Sie ist in den Kreislauf des Lebens auf innigste verwoben. Kommen und gehen, einsammeln und austeilen, schenken und beschenkt werden, in die Hand nehmen und verlieren. So geht es im steten Wechsel bis ans Ende des Lebens. Glücklich der Mensch, der Zeit hatte und diese genutzt hat, die Kunst des Loslassens zu erlernen.

FRAGEN ZUM TOD / STERBEN:

Ein naher Angehöriger ist verstorben. Sie stehen vor einer Reihe wichtiger Entscheidungen. Zunächst einmal sollten Si sich die zeit nehmen und überlegen, welche Schritt zu unternehmen sind, wen Sie benachrichtigen müssen. Dann ist es wichtig, sich mit einem Beerdigungsunternehmen Ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen. Dort wird man Sie ausführlich informieren und viele Wege abnehmen. Hier ein kleiner Leitfaden aus unserer Sicht

Welche Form der Bestattung wähle ich?

In der Regel ist es so, dass die Familie sich im Klaren darüber geworden ist, in welcher Form die Bestattung vorgenommen werden soll. Es gibt die Erdbestattung und die Feuerbestattung. Bei der Feuerbestattung können Sie wählen ob die Beisetzung der Urne auf einem Friedhof oder z.B. auf See erfolgen soll.

Bei einer Erdbestattung kaufen Sie eine Grabstelle für die Zeit der Ruhefrist, meist für 30 Jahre. Dazu fallen noch Kosten für Friedhofsunterhaltungsgebühren an.

Bei einer Feuerbestattung wird in der Regel eine Trauerfeier mit dem Sarg abgehalten. Dann wird dieser eingeäschert und di Urne unter Beteiligung eines Pastors beigesetzt. Die Beisetzung erfolgt entweder auf einem Familiengrab oder in einem besonderen Urnengrab meist mit Gedenktafel. Anonyme Bestattungen sind auf einem kirchlichen Friedhof in der Regel nicht üblich. Aber die Regelungen können so getroffen werden, dass ein Urnengrab keine Arbeit bereitet. Erkundigen Sie sich bitte in Ihrem zuständigen Pfarramt.

Friedwald

Diese Form der Bestattung findet langsam auch Einzug in unserer Region. Die Kirchengemeinde Dorum ist dabei eine entsprechende Abteilung auf ihrem Friedhof ein zu richten. Bitte erkundigen Sie sich.

Kann ich auf einem Friedhof meiner Wahl bestattet werden?

Es liegt eher an den Ordnungen der örtlichen Friedhofsverwaltungen, ob sie eine Bestattung Auswärtiger zulässt. In der Regel ist das möglich.

Wer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?

Oft äußern Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Beerdigung. Diese Wünsche sollten nach Möglichkeit auch respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament erwähnt ist, müssen Sie sich als Angehörige daran halten. Wenn keine Wünsche geäußert wurden, entscheiden die nächsten Verwandten. Sprechen Sie mit der Pastorin, dem Pastor oder dem Bestatter hinsichtlich der Liedauswahl und der Möglichkeit besonderer Formen der Bestattung.

Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?

Das geht in der Regel nicht. Wir respektieren den Willen des Verstorbenen. Wenn Sie als Angehörige Trost suchen, können Sie sich selbstverständlich an Ihren Pastor / Ihre Pastorin wenden. Eine Trauerfeier im Anschluss an die Beisetzung ist möglich, wenn das gewünscht wird.

Gibt es eine ökumenische Bestattung?

Nein. Eine Bestattung erfolgt in der Regel in der eigenen Konfession. Ausnahmen müssen mit dem zuständigen Pfarramt abgesprochen werden.

Kann jemand, der Selbstmord begangen hat, kirchlich bestattet werden?

Ja, ein Selbstmord ist kein Hinderungsgrund für eine kirchliche Bestattung.

Was ist eine Aussegnung?

Nach der alten Tradition wurde von dem Verstorbenen im Haus Abschied genommen. In vielen Dörfern gibt es diese Tradition der Aussegnung des Verstorbenen im Wohnhaus noch immer. Fragen Sie in Ihrer Gemeinde um Rat und äußern Sie Ihre Wünsche.

Was kostet eine Beerdigung?

Neben den Kosten für Sarg, Grab und Kränze kommen noch Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapelle / Kirche hinzu.

Muss bei einer Trauerfeier unbedingt gesungen werden?

Natürlich kann man auf Lieder bei der Trauerfeier verzichten. Aber bedenken Sie, der Gesang kann hilfreich sein und Ihnen in Ihrem Schmerz Trost spenden. Auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen. Eine Alternative ist, neben dem Gesang ein oder zwei Instrumentalstücke spielen zu lassen.