Die Gemeinden des Kirchenkreises stellen sich vor: "Zum Guten Hirten" KG-Nordholz

AKTUELLE INFO: Text und Bild "Gotteshaus wird neu gebaut"  [(c) NZ Inga Hansen]

Gotteshaus wird neu gebaut

 

So soll die neue Nordholzer Kirche einmal aussehen. Künftig wird der 19 Meter hohe Glockenturm den Weg in die Ortsmitte weisen.

Grundstein für die Nordholzer Kirche wird am 11. Dezember gelegt - Projekt kostet über 920000 Euro

VON INGA HANSEN

NORDHOLZ. Für die Nordholzer dürfte es eines der größten Weihnachtsgeschenke werden: Am Sonntag, 11. Dezember, wird der Grundstein für die neue Kirche in der Ortsmitte gelegt. Damit fällt nach vier Jahren Planung der offizielle Startschuss für das mittlerweile 920000 Euro schwere Projekt. Wenn alles klappt, soll die neue Kirche Ende nächsten Jahres eingeweiht werden.

Gebuddelt wird in der Elbestraße seit Oktober. Allein für den frei stehenden Glockenturm, der 19 Meter in den Himmel ragen wird, mussten 50 Kubikmeter Beton als Fundament aufgeschüttet werden, weil der Boden nicht tragfähig genug ist. Die befürchtete Gründung auf Pfählen blieb den Verantwortlichen aber erspart. Trotzdem sind die Kosten für das Projekt kräftig geklettert, zuletzt war von 850000 Euro die Rede. Die Finanzierung sei aber weitgehend in trockenen Tüchern, versichert Pastorin Sabine Ulrich.

Rund 550000 Euro schießen die Landeskirche und der Kirchenkreis Wesermünde-Nord hinzu, den Rest muss die Kirchengemeinde selber finanzieren. Der Verkauf des ehemaligen alten Kirche, die an einen Nordholzer Bauunternehmer ging, spülten fast 220000 Euro in die leeren Kirchenkassen. Die übrigen 150000 Euro will die Gemeinde über Aktionen und Spenden finanzieren. 97000 Euro seien bereits eingegangen, freut sich Pastorin Ulrich.

Es war der Durchbruch für die neue Kirche: 2008 kam die damalige Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann nach Nordholz und ließ sich von Pastor Wilhelm Timme für das Projekt begeistern. Fotos/Zeichnung ih/pr

 

Ein beeindruckendes Zeichen für die Solidarität der Nordholzer mit ihrer Kirche. Das in der Stadtrandgemeinde ein neue Kirche gebaut wird, während anderswo nur Gotteshäuser geschlossen werden, haben sie vor allem ihrem ehemaligen Pastor Wilhelm Timme zu verdanken. Der gab sich nicht damit zufrieden, dass Kirche und Gemeindehaus in dem spät zusammengewachsenen Nordholz weit auseinanderliegen. Die alte Kirche ist ein Zweckbau, 1959 nahe dem Marinefliegergeschwader eilig errichtet, als der Kasernenort mächtig wuchs. Erst als in den 70er Jahren die früher selbstständigen Dörfer zusammengelegt wurde, bekam Nordholz ein eigenes Gemeindehaus. Im Ortszentrum, zwei Kilometer von der Kirche entfernt. Als die dann auch noch renoviert werden musste, kam Timme auf die Idee, eine neue Kirche zu bauen - und begeisterte sowohl die Nordholzer als auch die Kirchenoberen in Hannover dafür.

Direkt am Gemeindehaus wird nun ein modernes, halbrund ge­haltenes Gotteshaus mit 115 Plätzen und einem schmalen Glo­ckenturm entstehen. Der Clou: Der Durchgang zum Foyer des Gemeindehauses kann geöffnet werden, so dass bei großem Andrang mehr als doppelt so viele Kirchgänger Platz finden.

Grundsteinlegung: Der Grundstein zur neuen Kirche wird am Sonntag, 11. Dezember, um 10.30 Uhr in der Nordholzer Elbestraße gelegt. In einem festlichen Gottesdienst wird die Zeitkapsel mit Bauplan, Tageszeitung und Geld dort vergraben, wo in Zukunft der Altar stehen wird. Die Predigt hält Superintendentin Heike Burkert.

 

 

 

 

Plakat / Einladung

 

zum Gottesdienst mit Grundsteinlegung

 

am 3. Advent, dem 11.12. 2011, um 10.30 Uhr

 

 durch Superintendentin Pn Heike Burkert 

 

 

 

Das Fundament von Turm und Kirche ist fast fertiggestellt.

Die Bodenplatte ist geschüttet.

Die Schalung der Säulen, die das Dach tragen, wird aufgestellt.