Neues aus dem Kirchenkreis Wesermünde-Nord:

Aktuell: +++ Am 3. Advent Grundsteinlegung der Nordholzer Kirche ... +++

 (c) Bilder und Text  Nordsee-Zeitung, Manfred Theßmann thm

"Mutigen Schritt vollzogen"

Grundsteinlegung für die neue Kirche in Nordholz - Superintendentin: Wer baut, glaubt in die Zukunft

NORDHOLZ. Im Rahmen eines besonderen Gottesdienstes wurde gestern in Nordholz der Grundstein für die neue „Kirche im Zentrum" (KIZ) der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde „Zum guten Hirten" gelegt.

Die durchsichtige Kapsel aus Kunststoff mit einem Plan der Kirche, einer Zeichnung des Objekts, einem Kirchenbrief, etwas Kleingeld und einer NORDSEE­ZEITUNG wurde von Pastorin Sabine Ulrich, Superintendentin Heike Burkert und Architekt Heinrich Wiebusch in den frisch von Polier Walter Kuck angemischten  Mörtel versenkt. Genau über dieser Stelle wird bald der Altar stehen. In ihrer Predigt spielte Superintendentin Burkert mit dem Begriff „Kirche" als Gebäude und als Glaubensgemeinschaft. Die Superintendentin ging darauf ein, welchen Wert die eigene Wohnung oder das eigene Haus für die Menschen hat. Welche Geborgenheit und Sicherheit eigene Räume bieten und wie wohl sich Bewohner in ihnen fühlen.

 „Gut aufgehoben fühlen" Auch die Frage, ob eine Kirche ein Rückzugsort oder ein Ort mit geöffneten Türen, mit Vielfalt und Leben sein soll, griff Heike Burkert auf. „Die Kirche soll ein Gebäude der Gemeinschaft sein, in der die Menschen persönlich angesprochen werden. In dem Gebäude wollen wir Gottesdienst feiern und die Menschen sollen sich in ihr gut aufgehoben, gestärkt und ermutigt fühlen", sagte die Geistliche, die den Kirchenneubau in Nordholz als „mutigen Schritt" bezeichnete.

Den Satz „Wer baut, glaubt an die Zukunft" möchte die Seelsorgerin in „Wer baut, glaubt in die Zukunft" abgeändert haben. Pastorin Sabine Ulrich bezeichnete die Grundsteinlegung als Meilenstein auf dem Weg zur KIZ. „Das neue Gotteshaus wird doppelt so groß wie der Saal im Haus der Kirche sein, in dem der Gottesdienst zur Grundsteinlegung gefeiert wurde", sagte die Pastorin. 120 Sitzplätze wird das neue Gotteshaus mit 19 Meter hohem Turm bereitstellen. „Und wenn wir größere Räume brauchen, können Zwischentüren zum Haus der Kirche geöffnet werden, so dass 200 Gläubige am Gottesdienst teilhaben können", erklärte die Nordholzer Pastorin.

Direkt neben dem Maurerkübel erlebte Landrat Kai-Uwe Bielefeld, Schirmherr des Kirchenneubaus, die Grundsteinlegung. „Ich freue mich in dieser historischen Stunde mit der Kirchengemeinde", sagte der Landrat. Bürgermeister Bernhard Jährling über­brachte die Grüße von Rat und Verwaltung und überreichte ein „Flachgeschenk". Der Gottesdienst wurde musikalisch von Ingo Hösch an der Orgel begleitet. Weil das 920 000-Euro-Projekt des Kirchenneubaus und die außerdem notwendige Einrichtung noch nicht voll finanziert sind, werden weitere kreative Spendensammlungen angeschoben. Nach der Grundsteinlegung war Gelegenheit, eine Bratwurst zu essen und sich bei einem Glühwein aufzuwärmen, (thm) 

 Haben gemeinsam den Grundstein für den Kirchenneubau gelegt (von links): Pastorin Sabine Ulrich, Superintendentin Heike Burkert und Architekt Heinrich Wiebusch.   Foto thm

 (c) Bilder und Text  Cuxhavener - Nachrichten, Dieter Meisner

"Meilenstein zur Vision neue Kirche"

Grundsteinlegung für das Gottesdhaus im Nordholzer Zentrum / Zufluchtsort um Kraft zu tanken und Abstand vom Alltag zu gewinnen

 VON DIETER MEISNER

 

NORDHOLZ. „Einen Meilenstein zur Vision einer neuen Kirche" nannte Pastorin Sabine Ulrich gestern das Ereignis der Grundsteinlegung an der Elbestraße in Nordholz.

Und so sah es wohl auch ihre Gemeinde, die überaus zahlreich zu diesem außergewöhnlichen Gottesdienst ins „Haus der Kirche" gekommen war. „Wenn der Gottesdienst immer so voll wäre, hätten wir eine Kirche, die doppelt so groß ist, bauen müssen", so die Pastorin, die froh war, dass sich nach fünfjähriger Planungszeit vor acht Wochen etwas bewegt hat auf dem Bau­grundstück im Herzen der Ortschaft. 120 Besucher werden zukünftig in der Kirche Platz finden, erweiterungsfähig auf 200 bei Öff­nung einer Schiebewand zum „Haus der Kirche"

Glauben in die Zukunft

Der Satz „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen" aus Psalm 127,1 stand über dem Tag der Grundsteinlegung. „Kirche ist das, was Menschen im Alltag da­raus machen", sagte Superintendentin Heike Burkert in ihrer Predigt. Sie müssen sich an diesem Zufluchtsort angesprochen und geborgen fühlen,

um Abstand vorn Alltag zu gewinnen und Kraft tanken zu können. „Kirche ist auch das Durchatmen in der Stille des Raumes und die Erlangung von Klarheit im Gebet." Kirchbau sei aber auch ein mutiger Schritt, doch wer baut, glaube in die Zukunft.

Eine historische Stunde

Danach ging es bei zum Glück trockenem Wetter auf das Außengelände, wo Landrat Kai-Uwe Bielefeld vor der Grundsteinle­gung von einer historischen Stun­de sprach, sei doch auch er an­fänglich skeptisch gewesen, ob ein Kirchenbau wirklich zustande kommen würde. „Umso mehr bin ich glücklich und freue mich heute mit Ihnen."

Bürgermeister Bernhard Jährling brachte „die Anzahlung für einen Stuhl mit" (wie er sagte), denn Sitzgelegenheiten werden noch dringend benötigt im neuen Gotteshaus. Die Zeithülse mit Gemeinde­brief, Urkunde, Zeitung und Münze mauerten Heike Burkert, Sabine Ulrich und Architekt Heinrich Wiebusch gemeinsam ein und als Polier Walter Kuck fachmännisch „alles glatt gestrichen hatte" über dem Stein fand die gut auflegte Pastorin das passende Schlusswort: „Weg ist er!" 

 Auf der Baustelle fand der Gottesdienst am gestrigen Sonntag seine Fortsetzung, galt es doch, den Grundstein für die neue Nordholzer Kirche zu legen. „Lasst uns die kommende Kirche mit Leben füllen", rief Pastorin Sabine Ulrich der Festgemeinde zu.

Oben: Die Gemeinde nahm regen Anteil am Gottesdienst zur Grundsteinlegung ihrer neuen Kirche, in der sich alle aufgehoben und geborgen fühlen sollen.

Links: Pastorin Sabine Ulrich, Superintendentin Heike Burkert und Architekt Herbert Wiebusch (von links) beim Einmauern der Zeithülse.                                                      Fotos: Meisner